Reisebericht Tauchurlaub Redang Island, Malaysia Maerz 2006

Link zu den Bildern: http://reise.wildwuddel.de/redang2006/index.html
 

Nachdem ich nun schon 7 mal in Malaysia war und nie Zeit hatte einmal etwas Urlaub hier zu verbringen, hat es sich ergeben, einen Tag Resturlaub auf einen Freitag zu legen. Das gibt mir Gelegenheit endlich mal hier zu tauchen.

Karen half mir die passende Insel vor der Ostküste zufinden. Dort ist seit Februar und dem Ende der Monsun Saison wieder perfektes Wetter. Die Wahl fiel auf Redang Island, ca. 12 Seemeilen vom Festland entfernt im Süd-Chinesischen Meer gelegen.

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Per Mail ließ Karen mir ein Angebot zukommen, welches ich nicht ablehnen konnte:

2 Nächte, 3 Tage im REDAN KALONG Resort, Meerblick Zimmer mit Klima, Vollpension, 5 Tauchgänge inklusive, Abholung vom Flughafen, Bootstransfer.

Das ganze Paket soll 900 MR (203 Euro) kosten.

Hinzu kommt der Flug vom Kuala Lumpur nach Terengganu, einem kleinen Ort ander Küste für 352 MR (80 Euro) mit Malaysian Airlines. Weitere 240 MR(54 Euro) kostet mich der Transfer vom Hotel in KL zum KLIA Flughafen. Also ein Tauch-Wochenende für 337 Euro. Das ist nicht zu teuer!

Link zum Resort: http://www.redangkalong.com/

Link zu Tauchpaketen für das Redang Kalong Resort: http://www.pinganchorage.com.my/redang_kalong_resort.htm#redang_kalong_scuba_diving

 

Der Flug nach Terengganu war mit 50 Minuten kurz und angenehm, am Mini-Flughafen
(1 Start- und Landebahn, 3 Check-in-Counter, 1 großeTür.) wurde ich schon von einem Fahrer erwarten, der mich dann in weiteren 40 Minuten zum Bootsanleger brachte. Die Fahrt führte zum Teil an recht armen Gegenden vorbei, hier laufen Hühner, Ziegen und Kühe auf der Straße herum. Mir fällt auf, dass viele kleine Häuser auf Stelzen gebaut sind, laut meinem Fahrer ist das um Ungeziefer und Schlangen fernzuhalten…

Am Anleger habe ich noch schnell eine Base-Cap als Sonnenschutz (tolle Kopie einer New York Giants – Mayor League Baseball Cap für 17 MR – 3,80 Euro) und Mineralwasser gekauft.
Nun geht es also aufs Boot. Ein kleines 12 Sitzer Schnellboot, nicht sehr Vertrauen erweckend, aber dafür schnell. boot.jpg

Der Transfer geht für ca. 45 Minuten über 1,5 bis 2 Meter Wellen und ist etwas rauh. Dann taucht die Bucht mit dem Sandstrand auf der sonst recht felsigen Insel vor uns auf. Palmen am Strand, dahinter erheben sich die dicht mit Dschungel bedeckten Hügel. Wow, das sieht Klasse aus, hier werde ich wohl das Wochenende überleben können. Auf der Insel gegen 10:15 Uhr angekommen, wird ein kurzes Formular ausgefüllt und schon schnappt mich der Divemaster. Er will das PADI Formular noch ausgefüllt haben, checkt meine Tauch-Brevets und fragt ob ich den 11:30 Uhr Tauchgang mitmache. Klar Chef, machen wir…

Schnell noch Zimmer 208 belegen, schlicht aber sauber und mit einer kleine Terrasse ausgestattet, welche fast schon auf den Strand gebaut ist.

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Nur ein 4 Meter breiter Grünstreifen liegt dazwischen. Nun also schnell unter die Dusche und mit den Tauchutensilien bewaffnet zur Tauchbasis.(ca. 13 Meter links von meiner Terrasse) :-)

Der erste Tauchgang geht einmal halb um Redang herum in Richtung Westen.

Ein Riff, recht nahe an der Felsenküste, nur 20 Meter tief, ideal ans Anfang. Hier sehe ich zum ersten mal Lila Plattwürmer und Lederschildkröten. Bisher kannte ich nur die Karettschildkröten, wie man sie im Roten Meer und auf den Malediven findet. Auch jede Menge Nacktschnecken sind hier zusehen. Die Weichkorallen sind hier wesentlich mehr verbreitet als auf den Malediven. Bei weiteren Tauchgängen sehe ich noch viele Schwarzspitzen-Riffhaie, die vom Diveguide „Nurse Sharks“ genannt werden. Aber leider sehen die hier gesichteten Haie nicht dem Ammenhai ähnlich…

Große Zackenbarsche, Muränen, ein großer Barrakuda und viele andere tolle Fische habe ich auch noch sehen dürfen. Von meinen gebuchten 5 Tauchgängen habe ich 3 gemacht, das ganze soll ja Erholung sein und nicht in Stress ausarten.

Zurück zum Resort, hier gibt es morgens, mittags, nachmittags und abends Essen vom Buffet. Heißes Wasser für Tee oder Kaffe, sowie Wasser (aus einer großen Kühlbox, ich war nicht sicher, ob das gut für mich ist…) und etwas künstlich schmeckender Orangensaft stehen 24h zur Verfügung. Auch rund um die Uhr gab es Toast mit Marmelade, Margarine oder Erdnussbutter. Ich beobachtete viele Einheimische, die sich ein Toast mit Margarine gemacht haben, auf das dann kräftig Zucker gestreut wurde. ???
Das Essen war gut, insgesamt etwas salzarm aber kräftig gewürzt. Die Jungs aus der Küche sind aber sehr zuvorkommend wenn man irgendeinen Wunsch hat.

Gegen Zahlung gab es noch Mineralwasser in Flaschen, Softdrinks wie Cola, Sprite etc.und natürlich Bier. Die hatten sogar mein geliebtes TIGER-Beer hier!
Bier kostet 8 RM – 1,80 Euro und 2 L Wasser kosten 3 RM – 0,70 Euro.

Diese Preise empfinde ich als sehr fair. Wenn man die Preise für Getränke auf den Malediven kennt…

Im Restaurant steht auch der einzige Fernseher, den ich allerdings nur für das F1-Qualifying am Samstag brauche. Auch der Divemaster ist ein F1 Freak und sieht sich jedes Rennen an.

Am Abend gibt es noch Karaoke und Disko (recht laut, bis Mitternacht). Aber das brauchte ich nicht wirklich. Da haben die einheimischen Urlauber richtig Spaß! Nach einer weiteren Dusche & Einsprühen mit dem hier nötigen Moskitoschutz habe dann noch etwas auf der Terrasse gelesen (TOXIC von Mark T.Sullivan – Super spannender Thriller. Ist das erste Buch, welches ich von diesem Autorlese. Empfehlenswert!! ) und bin gegen 23:00 Uhr ins Bett. Die beiden weiteren Tage vergehen wie im Flug, habe einige Bilder gemacht, bin am Strand entlang spaziert und habe faul herumgelegen. Es werden auch noch 2-mal am Tag Schnorcheltouren angeboten, die laut eines niederländischen Pärchens sehr interessant sind. Im rundum offenen Restaurant habe ich mit den beiden Damen abends dann noch TIGER erlegt und übers Schnorcheln und Tauchen gesprochen.

Vom Divemaster erfahre ich noch dass es unter den Personalquartieren eine fette Python gibt, die sich mir leider nicht zeigt und in der Monsunzeit recht große Orang-Utans bis ins Resort kommen. Aber in der Hauptsaison sind sie zu scheu. Auch diese bekomme ich also nicht zu Gesicht, man hört sie nur abends im direkt an das Resort grenzenden Dschungel.

Am Sonntag, geht es nun leider wieder zurück. Um 11:30 geht der Bootstransfer los,nach einer wilden und nicht wirklich trockenen Fahrt sind wir am Bootsanleger (in einer Mangroven Lagune gelegen) angekommen. Freundlich wie die Malaien sind, bringt mich jemand in ein Cafe, wo ich gemütlich sitzen, Essen und das in KL ausgetragene Formel 1 Rennen sehen kann. Anschließend holt mich der freundliche Fahrer wieder ab und bringt mich zum Flughafen.

Von hier geht es um 17:55 zurück nach Kuala Lumpur. Dort angekommen falle ich noch auf „Transport Banditen“ rein, selbige verkaufen mir einen Limousinentransfer zum Hotel und bringen mich dann durch das Parkhaus zu einem Taxi, in welches dann noch ein weiterer Fahrgast einsteigt. Die Nummer habe ich nur mitgemacht, weil ich schnellstens ins Hotel wollte und die Wartezeit auf ein normales Taxi durch den Formel 1 Rückreiseverkehr ca. 2 Stunden beträgt. Das sind anscheinend die Nachfahren der Malaischen Piraten… :-)

Somit endet mein bisher erster Tauchausflug in Malaysia. Sollte ich noch mal einen oder mehrere Tage hier Urlaub nehmen können, werde ich den Ausflug wiederholen. Ich bin rundum zufrieden.

 

Have fun
Wildwuddel

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